Mitgliederversammlung 2018

 Verein denkwerk-hirnverletzung

 

 

Protokoll der Mitgliederversammlung 2018

 

 

Datum:                      2. Juli 2018

Ort:                            Stiftung Abendrot, Güterstrasse 133, 4053 BSEL

Zeit:                          15.30 – 16.45 Uhr

 

Traktandenliste:

 

1. Begrüssung

2. Traktandenliste

3. Protokoll der letzten Mitgliederversammlung

4. Jahresbericht 2017

5. Rechnungsabschluss 2017 und Revisionsbericht

6. Wahlen

7. Ausblick

8. Anträge und Varia

 

 

1. Begrüssung

 

Die Präsidentin Traude Löbert begrüsst um 15:30 Uhr die Anwesenden zur Mitgliederversammlung 2017.

 

 

2. Traktandenliste

 

Die in der Einladung zur Mitgliederversammlung abgedruckte Traktandenliste wird genehmigt.

 

 

3. Protokoll der letzten Mitgliederversammlung

 

Das von Lukas Pachlatko verfasste Protokoll der Mitgliederversammlung 2018 wird genehmigt und verdankt.

 

 

4. Jahresbericht 2017

 

Die Präsidentin Traude Löbert trägt den Jahresbericht 2017 mündlich vor. Sie erwähnt, dass sich der Vorstand zu 9 Sitzungen betroffen hat. Neben den Vorstandssitzungen haben auch verschieden Besprechungen in kleineren Untergruppen stattgefunden.

 

Im Zentrum der Tätigkeiten 2017 des Vereins hat der Abschluss des Seminars zum Thema Selbstwertschätzung gestanden. Sehr erfreulich ist, dass der Swisslos-Fonds Baselland nach längerer Korrespondenz mit Mike im Januar 2018 einen Beitrag von Fr. 10.000 an die Projektkosten überwiesen hat. Damit konnten die Fremdkosten des Projektes vollumfänglich durch Sponsorenbeiträge gedeckt werden. Der Projektleiter Michael Nemitz 2017 hat einen Bericht über die im Seminar diskutierten Themen und über die von den Seminarteilnehmenden vertretenen Ansichten geschrieben. Die Schlussredaktion des Textes ist mit den Seminarteilnehmenden abgesprochen worden. Daniel Gaemperle hat den Text in die neue denkwerk-Publikation Heft 6 „Selbstwertschätzung“ gegossen. Die neue Publikation ist an alle Vereinsmitglieder versandt worden. Aufgrund des grossen und beeindruckenden Feedbacks darf man sagen, dass die neue Broschüre sehr positiv aufgenommen worden ist.

 

Der Vorstand hat entschieden, dass der Verein in ein bis 2 Jahren erneut ein Projekt durchführen soll. Die Zwecksetzung des Projektes soll im ähnlichen Rahmen liegen wie beim Projekt Selbstwertschätzung 2016/2017. In welchem Rahmen dieses Projekt stattfinden soll, wird noch zu diskutieren sein.

 

Im Sommer 2017 hat das Rehab Basel Jubiläum gefeiert und dazu einen Informationstag durchgeführt. Franklin Linder und Pascal Bösiger haben den Verein denkwerk-hirnverletzung an einem Stand vertreten und Informationen an Interessierte verteilt.

 

Der Vorstand hat sich Gedanken über die Zielsetzung, über die Arbeitsinstrumente und die Arbeitsmethode des Vereins gemacht. An der Sitzung im Januar 2018 haben die Vorstandsmitglieder in einem Brainstorming Ideen und Eindrücke zusammengetragen. Davon mehr an der nächsten Mitgliederversammlung.

 

Der Jahresbericht 2017 wird genehmigt und dem Vorstand wird Decharge erteilt.

 

 

5. Rechnungsabschluss 2016 und Revisionsbericht

 

Die Jahresrechnung 2017 hat nochmals unter dem Zeichen der Durchführung des denkwerk-Projektes „Seminar zur Erarbeitung der neuen denkwerk-Publikation Heft 6 zum Thema Selbstwertschätzung“ gestanden. Erfreulicherweise ist im Januar 2018 ein Beitrag an die Projektkosten im Umfang von Fr. 10.000 vom Swisslos-Fonds Baselland eingegangen. Die gesamten Projektkosten haben verteilt auf die Jahre 2015 bis 2017 Fr. 16.307.15 betragen. Nicht in diesen Projektkosten eingerechnet ist der grosse Anteil an unentgeltlich erbrachter Eigenleistung. Als Sponsorenerträge sind in den Jahren 2016 und 2017 Fr. 19.640.00. eingegangen. Daraus ergibt sich ein Überschuss aus der Projektrechnung von Fr. 3.332.85. Mit diesem Überschuss haben wir nach Absprache mit Swisslos Baselland eine Rückstellung für zukünftige Projekte gebildet.

 

Die Vereinsrechnung 2018 schliesst mit einem Einnahmenüberschuss von Fr. 6.492.00 ab.

Verrechnet man diesen Überschuss mit dem Ausgabenüberschuss 2016 von Fr. 567.75 so ergibt sich auf beide Jahre verteilt ein Einnahmeüberschuss von knapp Fr. 3.000, was im Rahmen des langfristigen Durchschnitts liegt. Das Vereinsvermögen per 31.12.2017 beträgt Fr. 26.780.82.

 

Die Jahresrechnung 2017 ist am 1. Februar 2018 durch das Revisionsteam Eva Zumbrunn, Marianne Recher und Franklin Linder geprüft worden. Die Mitglieder-versammlung nimmt Kenntnis vom Bericht des Revisionsteams und erteilt dem Kassier Decharge.

 

 

6. Wahlen

 

Gemäss Statuten sind die Vereinspräsidentin, der Vorstand und die Revisorinnen alle zwei Jahr für eine zweijährige Amtsperiode neu zu wählen. Sowohl die Vereinspräsidentin Traude Löbert als auch die bisherigen Vorstandsmitglieder Ursula Jerg, Daniel Gaemperle, Jörg Jauch, Thomas Koller, Mike Rehorek, Lukas Pachlatko und Bernhard Wronsky stellen sich der Wiederwahl und werden einstimmig für die Periode der nächsten zwei Jahre gewählt.

 

Der bisherigen Vereinsrevisorin Marianne Recher, die im vergangenen Jahr mitgeteilt hat, dass sie auf die Mitgliederversammlung 2017 von ihrem Amt zurücktritt, wird für ihre Arbeit herzlich gedankt. Die ebenfalls bisherige Vereinsrevisorin Eva Zumbrunn stellt sich weiterhin als Revisorin zur Verfügung und wird zusammen mit Franklin Linder, der sich neu als Revisor zur Verfügung stellt, einstimmig für die Periode der nächsten zwei Jahre gewählt.

 

 

7. Ausblick auf das Jahr 2018

 

Der Vorstand hat sich Gedanken über die Zielsetzung, über die Arbeitsinstrumente und die Arbeitsmethode des Vereins gemacht. An der Sitzung im Januar 2018 haben die Vorstandsmitglieder in einem so genannten Brainstorming Ideen und Eindrücke zu den Themen Seminar-Projekte, Parallelprojekte, Vorstandssitzungen und Vereinspräsidium zusammengetragen. Diese Themen sollen an einzelnen Vorstandssitzungen im Jahr 2018 vertrieft diskutiert werden.

 

Aufgrund des positiven Echos auf die neue denkwerk-Publikation Heft 6 „Selbstwert-schätzung“ ist der Vorstand zum Schluss gekommen, dass es schön wäre, auch die Hefte 1 bis 5, die teilweise vergriffen sind, 2018 in einem neuen Layout zu publizieren. Daniel Gaemperle hat sich dieser riesigen Arbeit angenommen und sämtliche Publikationen ganz neu gestaltet und mit neuen Illustrationen versehen. Die Hefte sind eben aus dem Druck gekommen und können ab sofort von Interessierten unentgeltlich bezogen werden. Für die Zukunft könnte man sich darüber Gedanken machen, wie der Inhalt der Hefte auch für Menschen, die nicht mehr lesen können, zugänglich gemacht werden könnte (Vorleseabende, elektronisches Vorlesbuch, Diskussionsabende).

 

Franklin Linder stellt ein Projekt vor, an dem er zusammen mit Traude Löbert im Moment arbeitet. Ausgangspunkt des Projektes war die Feststellung, dass die am Seminar Selbstwertschätzung teilnehmenden Personen alle unter einer ähnlich schwachen Hirnverletzung leiden und dass alle diese Personen mit sehr ähnlichen Problemen konfrontiert sind wie: Erkennen der Hirnverletzung, Selbstüberschätzung, Nichterkenn-barkeit der Krankheit durch das Umfeld. Um die häufige Überforderung von hirnverletzten Menschen besser in den Griff zu bekommen, wünschte sich Franklin, es gäbe einen Apparat, der - ähnlich wir die Benzinanzeige in einem Auto - die Tätigkeit und vor allem auch die Restkapazität des Gehirns anzeigt. Die bekannten neuropsychologischen Testungen sind dazu schlicht nicht in der Lage. Diese Testungen mögen aussagekräftig sein für Menschen mit einer schweren Hirnverletzung. Bei schwachen Hirnverletzungen spricht der Test aber nicht an. Franklin weist darauf hin, dass es bereits Smart-EKGs gibt. Traude Löbert glaubt nicht so sehr daran, dass man den Erschöpfungszustand eines hirnverletzten Menschen mit einem Apparat messen und anzeigen kann. Sie baut eher darauf, dass man selbst gemachte Erfahrungen aber auch Erfahrungen, die von Menschen im Umfeld gemacht worden sind, zusammenträgt und auswertet. Im Moment sind Traude und Franklin dabei, ein Arbeitspapier zu erstellen. Vorgesehen ist, das Zusammentragen von Erfahrungsberichten von etwa vier hirnverletzten Menschen. Dazu kommen Gespräche mit NeuropsychologInnen. In welcher Form das Arbeitspapier dann verarbeitet wird, ist noch offen. Denkbar wäre, dass die Erkenntnisse in einer Broschüre zusammengefasst werden und/oder dass eine Liste mit ganz einfachen Vorschlägen, was man tun kann, um einen drohenden Erschöpfungszustand rechtzeitig zu erkennen, ver-öffentlicht wird.

 

 

8. Anträge und Varia

 

Anträge sind keine eingegangen.

 

Unter Varia erzählt Barbara Diem, FRAGILE Suisse, dass sie eine Stiftung gefunden hat, die ein Projekt unterstützt, bei dem es um Kinder mit einem hirnverletzten Elternteil geht. Im Moment werden betroffene Jugendliche ab 12 Jahren gesucht, die an einer elektronischen Umfrage teilnehmen. Einige Kinder unter 12 Jahren sollen persönlich interviewt werden. Die Stiftung hat zugesagt, dass sie Hilfen an betroffene Kinder finanzieren werde.

 

Traude Löbert bedankt sich bei Daniel für seine riesige Arbeit im Zusammenhang mit der Gestaltung des neuen denkwerk-Heftes und insbesondere auch für die Neugestaltung und Illustration der Hefte 1 bis 5. Traude berichtet, wie lange Daniel bereits für FRAGILE Suisse und später für das denkwerk Publikationen äusserst gekonnt gestaltet. Die Illustrationen der denkwerk-Hefte konkurrenzieren die nicht einfach zu lesenden Texte nicht, sie geben dem Text vielmehr Zeit und Raum, was die Lesbarkeit enorm unterstützt. Daniel erhält für seine herausragende Arbeit eine Dankeskarte und ein Geschenk. In einer kurzen Replik weist Daniel darauf hin, dass er die ersten Gestaltungen von FRAGILE Publikationen zusammen mit Erika Schwob gemacht hat. Sie haben gemeinsam viele Tests gemacht, welche Art der Gestaltung hirnverletzte Menschen am besten ansprechen. Die aus diesen Tests gewonnenen Erkenntnisse bilden heute noch die Grundlage für das Layout und die Illustration der Hefte.

 

 

Um 16:45 Uhr schliesst Traude Löbert die Mitgliederversammlung. Im Anschluss an die Sitzung wird der Grill angeworfen und die Anwesenden geniessen bei besten Salaten (herzlichen Dank allen KöchInnen), gegrilltem Fleisch, Bier und Wein den weiteren Nachmittag.

 

 

3. Juni 2018 Lukas Pachlatko